Um 18 Uhr Ostküstenzeit war am Sonntag Schluss mit Hoffen, aber auch Bangen: Die Philadelphia Eagles haben ihren Kader von 90 auf 53 Spieler zusammengestrichen und am Sonntagabend die offizielle Liste veröffentlicht. 17 Trainingseinheiten im Camp, zwei gemeinsame Practices mit den New England Patriots, drei Preseason-Spiele (zuletzt ein ernüchterndes 13:30 gegen Cincinnati) – und am Ende 27 Offensivspieler, 23 Verteidiger und drei Special-Teams-Spezialisten. Am 13. September um 16:25 Uhr Ostküstenzeit geht es im Lincoln Financial Field gegen die Washington Commanders los.
Hier ist der komplette Kader, Position für Position, Spieler für Spieler. Und darunter die Liste der Männer, die es nicht geschafft haben – inklusive der Cuts, über die in Philly noch eine Weile diskutiert wird.
Quarterbacks (4)
Die größte Überraschung des Cutdown Day: Howie Roseman behält alle vier Quarterbacks. Das ist Luxus, kostet einen Roster-Platz an anderer Stelle – und riecht förmlich nach einem Trade von Dalton oder McKee in den kommenden Tagen.
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 1 | Jalen Hurts | Starter | Geht in seine sechste Saison als Vollzeit-Starter und muss im Alter von 28 Jahren eine komplett neue Offense verinnerlichen. Im Camp warf er mehr Interceptions als gewohnt, zeigte aber die Bereitschaft, sich auf Mannions Timing-Konzepte einzulassen – das ist wichtiger als jeder Camp-Highlightclip. |
| 16 | Tanner McKee | Backup | Der Sechstrundenpick von 2023 (Stanford) startete langsam, hat Andy Dalton im Verlauf des Sommers aber sichtbar überholt. Er hat das beste Arm-Talent hinter Hurts – und wäre für ein anderes Team ein interessantes Trade-Ziel. |
| 14 | Andy Dalton | Veteran | Kam im März für einen 2027er Siebtrundenpick von den Carolina Panthers und geht in seine 16. NFL-Saison. Trivia für die Statistik-Fans: Der dreifache Pro Bowler ist in seiner Karriere 4-0 gegen die Eagles |
| 10 | Cole Payton | Rookie | Fünftrundenpick (178. Gesamt) von North Dakota State, ein aggressiver Werfer mit echten Läufer-Qualitäten – im Camp allerdings auch mit deutlich zu vielen Interceptions. Dass er als vierter QB überhaupt Reps bekam, zeigt: Philadelphia will ihn entwickeln und nicht über die Waiver-Liste verlieren. |
Running Backs (3)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 26 | Saquon Barkley | Starter | Nach einem für seine Maßstäbe durchwachsenen 2025 sah Barkley im neuen Wide-Zone-Scheme wieder explosiv aus und riss im Camp mehrere lange Läufe heraus. Spannend wird seine Rolle als Passempfänger aus dem Backfield – Mannion nutzt Running Backs traditionell mehr im Passspiel. |
| 8 | Tank Bigsby | RB2 | Weil der Trade aus Jacksonville im Vorjahr erst Ende August über die Bühne ging, war dies das erste echte Camp für Bigsby in Philly – und er brachte täglich Vollgas mit. Sein Anteil an den Carries dürfte 2026 wachsen. |
| 28 | Will Shipley | RB3 / Returner | Der Drittjahresprofi lief in der Preseason gegen New England mit sehr viel Wut im Bauch und behielt seinen Platz souverän. Offensiv wird er wenig Snaps sehen, dafür ist er als Kick Returner und Special-Teams-Baustein fest eingeplant. |
Wide Receiver (6)
Vier Jahre lang war A.J. Brown die WR1 dieses Teams. Nach dem Trade nach New England (Philly bekam einen Erstrundenpick 2028 und einen Fünftrundenpick 2027) gehört die Bühne zum ersten Mal seit seiner Rookie-Saison 2021 wieder DeVonta Smith. Wir sind gespannt – und ein bisschen aufgeregt.
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 6 | DeVonta Smith | WR1 | Verpasste wegen einer Oberschenkelverletzung große Teile des Camps, zeigte in seinen Einheiten aber genau das, was diese Offense braucht: Contested Catches gegen erstklassige Cornerbacks. Slim Reaper als klare Nummer eins – das könnte seine beste Saison werden. |
| 9 | Makai Lemon | Rookie / Slot | Der Erstrundenpick (20. Gesamt, USC) kam nur nach oben, weil Roseman mit Dallas tauschte: Pick 23, 114 und 137 gingen nach Texas, zurück kamen Pick 20 und ein 2027er Siebter. Lemon gewann als Senior den Biletnikoff Award (1.156 Yards, unanimous All-American) und trägt in Philly die Nummer 9 – Nick Foles hat sie ihm persönlich überlassen. |
| 13 | Dontayvion Wicks | WR2 | Der Trade-Neuzugang aus Green Bay war der konstanteste Receiver des Sommers und kennt Mannions System aus seiner Zeit bei den Packers – ein unterschätzter Vorteil. Seine Explosivität aus den Breaks heraus ist genau das, was ein Timing-Passspiel braucht. |
| 0 | Hollywood Brown | Rotation | Startete langsam, wurde im Verlauf des Camps besser – und hatte am Ende auch die 5 Millionen Dollar garantiertes Geld seines Einjahresvertrags auf seiner Seite. Der Speed ist immer noch da, die Frage ist, wie viele Snaps übrig bleiben. |
| 19 | Elijah Moore | Rotation | Der frühere Zweitrundenpick der Jets fing im Camp gefühlt alles und spielte sich schlicht auf den Kader – nach reiner Leistung war er über Wochen der beste Receiver neben Wicks. Dass die Eagles ihn und Hollywood Brown behalten, ist ein kleiner Luxus. |
| 80 | Darius Cooper | Depth / Returner | Einer der Stars des Trainingslagers: Der UDFA von 2025 kam von Tarleton State (Division II), war dort First-Team-FCS-All-American mit 1.450 Yards als Senior und fing im letzten Januar in seinem Playoff-Debüt gegen San Francisco einen Pass. Er ist heißer Kandidat für die Punt Returns – zumal Britain Covey nicht mehr da ist. |
Tight Ends (4)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 88 | Dallas Goedert | Starter | Kehrte im Frühjahr auf einem Einjahresvertrag zurück und wurde im Verlauf des Camps wieder zum Lieblingsziel von Jalen Hurts. Nach elf Touchdowns in 2025 bleibt er die erste Red-Zone-Adresse – mit 31 Jahren könnte es aber seine letzte Saison in Midnight/Kelly Green sein. |
| 83 | Johnny Mundt | TE2 | Free-Agent-Zugang, 31 Jahre alt, hat in seiner Karriere noch nie 20 Pässe in einer Saison gefangen – und ist trotzdem enorm wichtig, weil er blocken kann und das System bereits kennt. Die Eagles nutzten im Camp auffällig viel 12-Personnel, also Mundt neben Goedert. |
| 87 | Eli Stowers | Rookie | Der Zweitrundenpick (54. Gesamt) aus Vanderbilt gewann als Senior den Mackey Award und stellte beim Combine mit 11’3″ im Standweitsprung und 45,5 Zoll im Vertical Rekorde für Tight Ends auf. Sein Camp war allerdings schwach und endete mit einer Oberschenkelverletzung – Geduld ist hier die richtige Erwartungshaltung. |
| 84 | E.J. Jenkins | Depth | Die Überraschung des 53er-Rosters. Kämpft sich seit 2023 in Philadelphia durch und hat in seiner Karriere gerade zehn Spiele bestritten, zwei davon in der Vorsaison. Sein Camp war unspektakulär, aber die Größe und das Blocking reichten für den vierten Platz in der Tight-End-Gruppe. |
Offensive Line (10)
Zehn O-Liner – das ist die Roseman-Handschrift. Die Starting Five ist identisch mit der aus dem Vorjahr, diesmal aber hoffentlich gesünder. Und dahinter hat sich die Tiefe, über die im Frühjahr noch gemeckert wurde, im Camp deutlich verbessert.
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 68 | Jordan Mailata | LT | Kaum zu glauben, aber der frühere Rugby-Spieler geht schon in sein sechstes Jahr als Stammspieler und gehört zu den besten Left Tackles der Liga. Dass er im Camp auch mal gegen Jalyx Hunt verlor, sagt mehr über Hunt als über Mailata. |
| 69 | Landon Dickerson | LG | Dementierte im Sommer Berichte, er habe über einen Rücktritt nachgedacht, und blieb im Camp gesund – als einziger Spieler bekam er zwei geplante Ruhetage. Seine Gesundheit ist einer der großen Schlüsselfaktoren dieser Saison. |
| 51 | Cam Jurgens | C | Die beste Nachricht des Sommers: Sein Rücken, der ihn die ganze Vorsaison quälte, hält. Im neuen Laufschema muss er vertikal und horizontal Reach Blocks fahren – Jurgens’ Athletik ist dafür wie gemacht. |
| 56 | Tyler Steen | RG | Geht in das vierte und letzte Jahr seines Rookie-Vertrags und war im Camp genauso solide wie in der Vorsaison, in der er unterschätzt wurde. Passt gut ins neue Run Scheme – eine Verlängerung nach der Saison ist mittlerweile ein realistisches Szenario. |
| 65 | Lane Johnson | RT | Der 36-Jährige hat im Camp angedeutet, dass 2026 sein letztes Jahr wird – Saison 14 einer Karriere, die in Canton, also der Hall of Fame, enden dürfte. Spielerisch ist er weiterhin exzellent, und die Freude, in einem neuen Scheme zu spielen, war ihm anzuhören. |
| 72 | Markel Bell | Swing Tackle | Der Drittrundenpick (68. Gesamt) aus Miami hatte ein herausragendes Camp, spielte links und rechts und vertrat Lane Johnson sogar in der ersten Reihe. Bei 2,06 Meter und 157 Kilo bewegt er sich verblüffend gut – in Miami gab er 2025 auf 558 Pass-Block-Snaps null Sacks ab. |
| 66 | Drew Kendall | Interior-Backup | Der klassische Sprung im zweiten Jahr: Kendall spielte Center und beide Guard-Positionen und ist damit der erste Mann, der bei einem Ausfall im Innenblock nachrückt. Er hat die größten Sorgen um die Interior-Tiefe im Alleingang beruhigt. |
| 61 | Willie Lampkin | Interior-Backup | 1,80 Meter groß und trotzdem in der NFL – Lampkin wurde auf jeder Stufe seiner Karriere kleingeredet und hatte einen richtig starken Sommer. Seine Hebelwirkung und Kraft machen die Körpergröße praktisch zum Nicht-Thema. |
| 74 | Fred Johnson | Tackle-Depth | In den letzten Jahren mit 14 Starts ein wichtiger Backup, in diesem Camp aber mit Reibungsverlusten – Rookie Markel Bell bekam mehr Reps mit der ersten Einheit. Wertvoll bleibt er trotzdem. |
| 76 | Micah Morris | Rookie | Sechstrundenpick aus Georgia, verpasste Anfang August ein paar Einheiten wegen einer Schulterverletzung und zeigte danach gute Ansätze mit der zweiten und dritten Einheit. Ein Entwicklungsspieler mit guter Athletik. |
Defensive Tackles (5)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 98 | Jalen Carter | Starter | Einen Tag vor Camp-Beginn einigte er sich mit den Eagles auf eine Verlängerung über vier Jahre und 152 Millionen Dollar – der höchstbezahlte Defensive Tackle der Liga. Er kam in exzellenter Form zurück und war von Tag eins an nicht zu blocken. Genau das wollte man hören. |
| 90 | Jordan Davis | Starter | Verlängerte im März über drei Jahre und 78 Millionen Dollar und ist in der besten körperlichen Verfassung seiner Karriere. Er flasht weniger als Carter oder Ojomo, ist aber der Grund, warum in der Mitte niemand Land gewinnt – am Ellbogen trug er zuletzt eine Schiene. |
| 97 | Moro Ojomo | Starter | Vierte Saison, Vertragsjahr, und im Camp mit Abstand einer der disruptivsten Spieler auf dem Feld. Nach seinen ersten sechs Karriere-Sacks in 2025 stehen für ihn in dieser Saison locker über 100 Millionen Dollar auf dem Spiel – vermutlich woanders. |
| 94 | Byron Young | Rotation | Der vierte Mann im besten Innentrio der NFL nimmt seine Rolle sehr ernst und war in diesem Sommer noch auffälliger als im letzten. Ty Robinson drängt, Young hält stand. |
| 95 | Ty Robinson | Rotation | Das Lehrstück des Sommers: Robinson war früh im Camp abgeschrieben, bei den Entwicklungsspielern vergraben – und drehte dann komplett auf, inklusive starker Preseason-Auftritte. Er hat nicht nur seinen Platz gesichert, sondern kann sich Spielzeit erarbeiten. |
Edge Rusher (5)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 52 | Jonathan Greenard | Starter | Der Königstransfer der Offseason (zwei Drittrundenpicks nach Minnesota, Vertrag über vier Jahre und 98 Millionen Dollar) verpasste das komplette Camp: Pectoral-Verletzung beim Krafttraining, Active/PUP-Liste. Dass er auf dem 53er-Kader steht statt auf der Reserve/PUP-Liste, heißt: Die Eagles rechnen im ersten Monat mit ihm – Fangio hat für Woche 1 allerdings Zweifel geäußert. |
| 58 | Jalyx Hunt | Starter | Der Star des Trainingslagers, ohne Diskussion. Hunt lebte über Wochen im gegnerischen Backfield – er schlug Mailata und Lane Johnson in Philly und legte in New England nach. Nach seinem Durchbruch 2025 riecht Jahr drei nach einem ganz großen Jahr (und nach einem teuren Vertrag im nächsten Frühjahr). Potenzieller Superstar. |
| 3 | Nolan Smith Jr. | Starter | Stand ein bisschen im Schatten von Hunt, war aber den ganzen Sommer gesund und sehr solide – vor allem beim Setzen der Edge. Nach einer enttäuschenden, verletzungsgeprägten Saison 2025 ist das die wichtigste Nachricht. |
| 17 | Arnold Ebiketie | Rotation | Der Veteran zeigte im Sommer immer wieder Pass-Rush-Blitzer, sein Spin Move gehört zu den besten, die man in Philly seit Langem gesehen hat. Solange Greenard fehlt, wird er gebraucht. |
| 57 | A.J. Epenesa | Rotation | Mit 1,98 Meter und 127 Kilo der wuchtigste Edge im Kader – die große Frage war, ob er in Fangios System auch in Coverage fallen kann, was er in seiner Karriere noch nie gemacht hatte. Es sah nicht perfekt, aber auch nicht verloren aus. |
Inside Linebacker (4)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 53 | Zack Baun | Starter | Über den 29-Jährigen wird zu wenig geredet: wieder ein leises, starkes Camp, wieder diese Fähigkeit, von Seitenlinie zu Seitenlinie enorm viel Raum abzudecken. Der Herzschlag dieser Defense. |
| 11 | Jihaad Campbell | Starter | Nach dem Abgang von Nakobe Dean rückt der Erstrundenpick von 2025 in seinem zweiten Jahr in die Startelf und bekam im Camp durchgehend die First-Team-Reps. Eine Einheit verpasste er aus dem besten Grund: Er fuhr nach Alabama, um seinen Abschluss abzuholen. |
| 54 | Jeremiah Trotter Jr. | Backup / Special Teams | Einer der auffälligsten Spieler des Sommers – seine Instinkte im Laufspiel sind außergewöhnlich, er ist immer sofort am richtigen Ort. Der Sohn der Eagles-Legende könnte bei anderen Teams starten; Fangio wird versuchen, ihn in Teilzeitrollen aufs Feld zu bringen. |
| 42 | Smael Mondon Jr. | Backup / Special Teams | Nach einem starken Rookie-Camp war Jahr zwei leiser, was in dieser überbesetzten Gruppe kein Beinbruch ist. Special Teams und Depth – eine wichtige, unglamouröse Rolle. |
Cornerbacks (6)
Man muss es so sagen: Das ist wahrscheinlich die beste Cornerback-Gruppe der NFL. Quinyon Mitchell und Cooper DeJean waren 2025 beide First-Team-All-Pro, dazu kommt ein Super-Bowl-Champion aus Seattle.
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 27 | Quinyon Mitchell | CB1 | Führte das Team 2025 mit 17 abgewehrten Pässen an, ließ die niedrigste Fangquote aller Cornerbacks zu (41,6 Prozent) und gab in Coverage keinen einzigen Touchdown ab. Im nächsten Frühjahr wird er sehr, sehr teuer. |
| 33 | Cooper DeJean | Nickel / Safety | Die spannendste Personalie des Camps: DeJean übte neben seiner Nickel-Rolle auch Safety – im Base-Package wird er dort spielen, rund 75 bis 80 Prozent seiner Snaps aber weiter im Slot. Übersetzt heißt das: Er ist auf dem Feld, immer. |
| 2 | Riq Woolen | CB2 | Kam auf einem Einjahresvertrag aus Seattle – mit Super-Bowl-LX-Ring, Pro-Bowl-Rookiejahr 2022 und 1,93 Meter Körpergröße. Beim öffentlichen Training im Linc fing er zwei Interceptions, eine davon ein 75-Yard-Pick-Six. Genau diese Länge fehlte Fangio bisher. |
| 32 | Jonathan Jones | Backup | Neun Jahre Patriots, 2025 Washington, jetzt Philly: Jones war der erste Mann, der für Mitchell einsprang, ehe ihn eine Schulterverletzung acht Tage kostete. Bei der dünnen Tiefe hinter dem Starter-Trio ist er ein heimlicher Schlüsselspieler. |
| 7 | Kelee Ringo | Backup / Special Teams | Wieder ein durchwachsener Sommer: eine Interception im ersten Preseason-Spiel, dazu zu viele handgreifliche Momente in Coverage. Aber dennoch mit leichter Aufwärtstendenz. Sein Kaderplatz basiert vor allem auf seinem Wert in den Special Teams. |
| 22 | Mac McWilliams | Backup | Der Fünftrundenpick von 2025 (UCF) wurde von Leisten- und Schulterproblemen gebremst, hat mit Fangio aber offenbar einen Fürsprecher. Er stand bis zuletzt auf der Bubble. |
Safeties (3)
Nur drei Safeties – das ist knapp kalkuliert, funktioniert aber nur, weil DeJean und Michael Carter II mehrere Positionen spielen können. Hier ist die Gruppe, in der die Eagles nach dem Blankenship-Abgang am dünnsten besetzt sind.
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 24 | Andrew “Drew” Mukuba | Starter | Der Zweitrundenpick von 2025 fand im zweiten Camp die Konstanz, die ihm als Rookie noch fehlte – bevor sein Jahr im November mit einem Knöchelbruch endete. Gesund und als Vollzeit-Starter geht er in Jahr zwei. |
| 29 | Marcus Epps | Starter (voraussichtlich) | Der Rückkehrer wurde im Frühjahr für ein Jahr verlängert und bekam im Camp klar die meisten First-Team-Reps. Er bringt weniger Highlights als Carter, dafür Stabilität und Erfahrung – Fangio wollte das Duell offiziell noch nicht entscheiden. |
| 35 | Michael Carter II | Safety / Nickel / Dime | Kam während der Saison 2025 per Trade von den Jets und war der einzige Spieler, der in diesem Sommer drei Positionen spielte. Er machte mehr Plays am Ball als Epps (mindestens zwei Interceptions) und ist der sechste Defensive Back im Dime-Package. |
Special Teams (3)
| # | Spieler | Rolle | Kurzprofil |
|---|---|---|---|
| 4 | Jake Elliott | Kicker | Traf im Camp in Philadelphia fast alles, wackelte in New England – und nach zwei nicht ganz überzeugenden Saisons bleibt ein Restzweifel. Die Eagles halten trotzdem an ihm fest, und ein 56-Yarder gegen Cincinnati war ein gutes Argument. |
| 10 | Braden Mann | Punter / Holder | Die vielleicht unterschätzteste Verlängerung der Offseason: Mann hatte eine exzellente Saison 2025 und ist einer der besten Punter der Liga. Er hält außerdem den Ball bei Field Goals. |
| 37 | Rocco Underwood | Long Snapper | Der UDFA-Rookie aus Florida gewann 2024 den Patrick Mannelly Award als bester College-Long-Snapper des Landes – im Camp hatte er trotzdem sichtbare Wackler, ein Snap ging Mann fast über den Kopf. Er war der einzige Long Snapper im Camp und bekommt jetzt das Vertrauen. |
Verletztenliste: drei Namen, drei Geschichten
| Spieler | Position | Status | Hintergrund |
|---|---|---|---|
| Johnny Wilson | WR | Injured Reserve (Saison beendet) | Die traurigste Personalie: Der 2,01 Meter große Sechstrundenpick von 2024 verpasste bereits 2025 komplett, kämpfte sich zurück, machte im Camp Werbung für sich – und wurde am 21. August mit Injury Designation waived. Weil kein Team zugriff, fiel er zurück auf die IR-Liste der Eagles. Zweite verlorene Saison in Folge. |
| Grant Calcaterra | TE | Reserve/Injured, Designated for Return | Kam im Frühjahr auf einem Einjahresvertrag zurück, hatte ein leises Camp und fiel dann mit Rückenproblemen aus. Er muss mindestens die ersten vier Spiele aussetzen. |
| Jakorian Bennett | CB | Reserve/Injured, Designated for Return | 2025 per Trade aus Las Vegas geholt, war er im Camp weit hinten in der Rotation, ehe eine Knieverletzung dazwischenkam. Auch für ihn gilt: mindestens vier Spiele Pause, danach ist eine Rückkehr möglich. |
| Tariq Castro-Fields | CB | Injured Reserve (seit 21. August) | Der Cornerback verschwand schon vor dem Cutdown Day von der Bildfläche und taucht deshalb in keiner der Cut-Listen auf. |
Die Cuts, die hervorstechen
36 Spieler mussten gehen. Ein paar davon tun weh, ein paar sind schlicht Pech, und mindestens einer wird in Philadelphia noch länger diskutiert.
1. Carson Steele – der Preseason-Held
Kein Skill-Position-Spieler der Eagles berührte im Sommer häufiger den Ball. Über 100 Scrimmage Yards gegen die Patriots, zwei spektakuläre Hurdles, ein Touchdown-Catch gegen Cincinnati – und trotzdem gewaived. Der Grund ist unsentimental: Mannion nutzte praktisch keinen Fullback, und bei drei Running Backs war der Platz weg. Steele ist der wohl heißeste Practice-Squad-Kandidat des Teams.
2. Britain Covey – der Returner
Ja, Covey ist mit 1,73 Meter kein Receiver für diese Offense. Aber er ist immer noch die beste Return-Option im Verein, und dass die Eagles die Saison mit Makai Lemon oder Darius Cooper als Returner beginnen, ist ein kalkuliertes Risiko. Wie so oft gilt: Man rechnet mit einer Rückkehr über den Practice Squad.
3. Deontae Lawson – falsches Team, falsches Jahr
Der UDFA aus Alabama hatte ein wirklich gutes Camp und flashte in der Preseason. In früheren Jahren hätte Philadelphia für so einen Rookie-Linebacker viel gegeben – 2026 stand er hinter Baun, Campbell, Trotter, Mondon und Chance Campbell. Waived. Bitter.
4. Uar Bernard und Joshua Weru – beide “Austauschschüler” weg
Bernard, der Siebtrundenpick aus Nigeria und Publikumsliebling des Camps, wurde ebenso gewaived wie Weru, der aus dem Rugby kam, als zweitbester IPP-Prospect galt und gegen New England sogar einen Sack holte. Zwei Roster-Plätze für zwei Spieler, die 2026 nicht helfen können, waren am Ende nicht drin – auch wenn der Klub viel Arbeit in beide investiert hat.
5. Zwei eigene Siebtrundenpicks aus dem Draft im April
Safety Cole Wisniewski (Texas Tech) verlor den Sommer an eine Oberschenkelverletzung und dann an eine Gehirnerschütterung – bei der dünnen Safety-Tiefe wäre der Platz da gewesen. Edge Keyshawn James-Newby (New Mexico) verpasste nach einer Knöchelverletzung an Tag drei acht Einheiten, kam zurück, holte gegen Cincinnati einen Sack – zu spät. Von acht Draftpicks 2026 stehen damit nur fünf im Kader.
6. Der O-Line-Stau
Sechs Offensive Liner mussten gehen, darunter die 2025er Sechstrundenpicks Cameron Williams und Myles Hinton sowie Veteran Michael Jordan mit 49 Karriere-Starts. Wer Markel Bell, Drew Kendall, Willie Lampkin und Micah Morris behält, hat für erfahrene Depth einfach keinen Platz mehr.
7. Und die üblichen Abschiede
Quez Watkins, einst wichtiger Speed-Receiver, hat seit 2023 kein Regular-Season-Spiel mehr gespielt. Dameon Pierce war früh im Camp auf dem Weg zum vierten Running-Back-Platz, ehe ihn eine Muskelverletzung zurückwarf. Gabe Hall stand vor einem Jahr noch auf dem 53er-Kader. Und Chance Campbell, Fangios ausdrücklicher Camp-Geheimtipp, war laut Berichten der letzte Cut überhaupt.
Alle Roster-Moves im Überblick
| Released (Veteranen, ohne Waiver-Verfahren) |
|---|
| LB Chance Campbell · WR Britain Covey · WR Danny Gray · OLB Tarron Jackson · G Michael Jordan · RB Dameon Pierce · TE Stone Smartt · CB Ambry Thomas · CB Shaun Wade · WR Quez Watkins |
| Waived (über die Waiver-Liste) |
|---|
| DT Uar Bernard · DT David Blay · CB Isaiah Bolden · C Zeke Correll · WR Erik Ezukanma · LB Brandon George · DB Kapena Gushiken · DT Gabe Hall · T/G Myles Hinton · OLB Keyshawn James-Newby · TE Cameron Latu · LB Deontae Lawson · DB Jaylen Mahoney · C/G Jake Majors · RB Jordan Mims · T John Ojukwu · S Maximus Pulley · OLB Jose Ramirez · S Andre’ Sam (injured) · RB Carson Steele · WR Samori Toure · WR Tahj Washington · OLB Joshua Weru · T Cameron Williams · DT Zion Wilson · S Cole Wisniewski |
Was jetzt passiert
Ab Montag 13 Uhr Ostküstenzeit erfahren die Teams, ob ihre Waiver-Ansprüche durchgehen – die Reihenfolge entspricht der Draft-Order, die Las Vegas Raiders greifen also zuerst zu. Anschließend beginnt der Aufbau des 16-köpfigen Practice Squad, und mit ihm die Rückholaktionen für Steele, Covey, Wisniewski, Gushiken und Co. Und weil Roseman Roseman ist, wäre niemand überrascht, wenn in dieser Woche noch ein Quarterback getradet oder ein freigestellter Veteran verpflichtet würde.
Der Kader, der am 13. September gegen Washington auflaufen wird, ist also nicht der Kader von heute. Aber das Grundgerüst steht: eine Defense mit dem teuersten Innentrio der Liga und drei erstklassigen Cornerbacks, dazu eine Offense, die neu denken muss – mit einem 33-jährigen Coordinator, einem Rookie in Nick Foles’ Nummer 9 und einem DeVonta Smith, der zum ersten Mal seit fünf Jahren die klare Nummer eins ist. Fly, Eagles, Fly.
