Mit dem 54. Pick im zweiten Durchgang sichern sich die Philadelphia Eagles den besten Tight End des College-Footballs. Was Howie Roseman da aus Vanderbilt eingesammelt hat, ist mehr als nur ein Pass-Catcher mit einem Lebenslauf voller Umwege – es ist ein Athlet, der das Spiel auf der Position neu definieren könnte. Wenn man ihn richtig einsetzt.
Es ist eines dieser Howie-Roseman-Manöver, bei denen man instinktiv lächelt und dann erst nachrechnet. Die Eagles hatten in der ersten Runde mit Wide Receiver Makai Lemon, dem Biletnikoff-Award-Gewinner, schon den nominell besten College-Receiver des Jahrgangs verpflichtet. Und im zweiten Durchgang holen sie nun den Mann, der den Mackey Award – die Auszeichnung für den besten Tight End des Landes – mit nach Philadelphia bringt. Zwei Trophäen-Träger an Skill-Positionen in den ersten zwei Runden eines Drafts. Das gibt es selten, nein, eigentlich nie.
Eli Stowers, 23 Jahre alt, 1,89 Meter groß und 108 Kilo schwer, ist der Spieler, der jetzt einen der spannendsten Tight-End-Räume der Liga betritt – an der Seite von Dallas Goedert, Grant Calcaterra, E.J. Jenkins, Cameron Latu, Johnny Mundt und Stone Smartt. Goedert ist nach einer Vertragsverlängerung für die Saison 2026 weiter der Platzhirsch. Und genau das ist für Stowers in Jahr eins eher Geschenk als Hindernis.
Eine Karriere als Umweg
Wer verstehen will, was die Eagles da gedraftet haben, muss bei Stowers’ Geschichte ganz vorne anfangen – und die ist alles andere als linear.
Aufgewachsen in Denton, Texas, im Großraum Dallas-Fort Worth, war Eli Stowers das, was man in den USA einen „Coach’s Kid” nennt: Vater Donald spielte als Defensive Back an der New Mexico State University, lief kurz für die Denver Broncos und in der NFL Europe für Rhein Fire auf, ehe er Highschool-Coach wurde. Mutter Tina war Volleyballerin in Baylor und ist heute selbst Trainerin. Der Vater coachte Elis 7-on-7-Team und sorgte dafür, dass der Junge nicht nur als Quarterback, sondern auch in der Defense und als Receiver Snaps bekam. Nebenbei spielte Stowers Basketball – er begann in der Mittelschule zu dunken – und betreibt seit einer Reha-Phase 2021 leidenschaftlich Gitarre.
An der Denton Guyer High School war Stowers ein Vier-Sterne-Quarterback-Recruit, die Nummer 20 des Jahrgangs 2021 auf seiner Position. Schon als Sophomore wurde er zum Texas-Newcomer-of-the-Year der höchsten Spielklasse, als Junior führte er sein Team ins texanische 6A-Staatsfinale – wo er sich allerdings im ersten Viertel das linke Knie schwer verletzte (gerissenes PCL und Meniskus, Operation im Januar 2020). Nebenbei war Stowers ein Top-Leichtathlet: 2019 wurde er texanischer Staatsmeister im Hochsprung mit 2,08 Metern, persönliche Bestleistung 2,13 Meter. Auch im Weitsprung (6,63 Meter) und über 110 Meter Hürden lieferte er Werte, die Football-Scouts heute nicken lassen.
Den College-Weg ging er dann zu Texas A&M und Headcoach Jimbo Fisher. Doch dort verletzte er sich im ersten Jahr an der Wurfschulter und musste nach der Saison ein gerissenes Labrum operieren lassen. Wie er später selbst sagte: „Ich konnte nie wieder genauso werfen.” Zwei Saisons saß er bei den Aggies hinter Zach Calzada, Haynes King, Max Johnson und Connor Weigman fest, dann ging er im Dezember 2022 nach New Mexico State – an die Universität, an der einst sein Vater spielte.
Und genau dort begann die zweite Karriere des Eli Stowers.
Wie aus einem Quarterback ein Tight End wurde
In Las Cruces verlor Stowers das Quarterback-Duell gegen Diego Pavia, einen sturen kleinen Spielmacher mit Hang zur Improvisation. Stowers ging selbst zum Coaching Staff und schlug einen Positionswechsel vor. Offensive Coordinator Tim Beck schlug Tight End vor – und es passte sofort. Im Jahr 2023 spielte Stowers in jedem Spiel der Aggies, war ein Hybrid aus Quarterback und Tight End, fing 35 Bälle für 366 Yards und zwei Touchdowns und lief obendrein 28 Mal für über 100 Yards und zwei weitere Scores.
Als Headcoach Jerry Kill nach der Saison zurücktrat und Beck zum Offensive Coordinator nach Vanderbilt wechselte, folgten ihm gleich mehrere Spieler – darunter Stowers und Pavia, die in Nashville Mitbewohner wurden. Bei den Commodores wurde aus Stowers nun ein vollwertiger Tight End. 2024 erntete er First-Team-All-SEC-Ehren mit 49 Catches für 638 Yards und fünf Touchdowns, ein Spiel ragte heraus: die Sechs-Catch-Vorstellung über 113 Yards beim Sensationssieg gegen Alabama.
2025 wurde dann zur Krönung. 62 Receptions, 769 Receiving Yards (Bestwert aller FBS-Tight-Ends) und vier Touchdowns. Erste Wahl in der All-SEC-Auswahl, First-Team All-American, Mackey Award. Und obendrauf der William V. Campbell Trophy – der sogenannte „Academic Heisman”, verliehen für die Kombination aus sportlicher Leistung, akademischen Verdiensten (Stowers schloss New Mexico State mit einem GPA von 3,92 ab und erwarb in Vanderbilt einen Master in Finance) und Gemeinschaftsarbeit. Bemerkenswert: Stowers hätte schon ein Jahr früher in den Draft gehen können, war bereits Draft-eingestuft. Er entschied sich für ein weiteres Jahr – und für den Mackey Award.
Beim Combine ließ Stowers dann den Rest der Liga staunen. Tight-End-Rekord im Standweitsprung mit 3,43 Metern (das ist mehr, als jeder gedraftete Tight End der vergangenen zehn Jahre vorlegte). Tight-End-Rekord im Sprung aus dem Stand mit 1,15 Metern Vertikal – die höchste Vertical eines Tight Ends seit mindestens 2003 und gleichzeitig der zweithöchste Wert aller Combine-Athleten in dieser Zeitspanne, unabhängig von der Position. Die 40 Yards lief er in 4,51 Sekunden, sein Relative Athletic Score liegt bei 9,46. In Bruce Feldmans renommierte „Freaks List” der athletischsten College-Football-Spieler schaffte er es zwei Jahre in Folge.
Wer sich mit den Berichten von Dane Brugler (The Athletic) und Fran Duffy auseinandersetzt, erkennt schnell: Stowers ist nicht nur ein Combine-Krieger. Die Athletik zeigt sich auf dem Tape.
Was die Scouts sagen
Dane Brugler beschreibt Stowers als „athletisch überdurchschnittlichen” Tight End mit „eleganter Geschwindigkeit, um den Seam anzugreifen”, als „flüssigen Routerunner, der auf Befehl absinken und schneiden kann”. Was Bruglers Auge besonders gefällt: Stowers’ Quarterback-Vergangenheit sei „ein Pluspunkt beim Lesen von Coverages und Finden von Lücken”, und er habe „solide Ball Skills, vor allem für einen ehemaligen Quarterback” – mit einer Drop-Rate von gerade einmal 3,9 Prozent über die gesamte College-Karriere. Brugler erwähnt zudem, dass NFL-Scouts berichten, Stowers verbringe „unzählige Stunden” in der Trainings-Facility und wolle „härter gecoacht werden als der Rest des Teams”. Sein Fazit: „Stowers wird sich auf NFL-Niveau noch als brauchbarer Blocker beweisen müssen, aber als Pass-Catcher ist er explosiv, und ich liebe die Art, wie er seinen Catch Radius maximiert. Er hat das Potenzial, Mismatches zu erzeugen, und kann sich irgendwann zu einem NFL-Starter entwickeln.”
Fran Duffy seinerseits bringt es scoutingseitig auf den Punkt: „In der besten Version kann er eine dynamische Receiving-Bedrohung und 1b-Spieler im Depth Chart in der richtigen Situation sein.” Aber Duffy warnt: „Die fehlenden Special-Teams-Reps machen das Nadelöhr noch enger, falls er Dritter oder Vierter im Depth Chart ist. Der Draft-Slot wird wichtig sein, weil er ihm eine längere Leine gewährt – aber er braucht Zeit zur Entwicklung. Hier ist Geduld vermutlich nötig.” Duffys Working Comp ist Jaheim Bell, der 2024 in der siebten Runde aus Florida State kam – allerdings mit der Hoffnung, dass Stowers angesichts seiner kurzen Erfahrung als Tight End noch deutlich stärker wachsen kann. Als Upside Comp nennt Duffy Gerald Everett.
Eindrucksvoll ist auch eine von Duffy zusammengetragene Statistik: Stowers hatte in den letzten beiden Saisons zusammen die meisten Third-Down-Conversions aller College-Spieler. Und seine 2,34 Yards pro gelaufener Route über die Karriere liegen über dem 90. Perzentil aller in den letzten zehn Jahren gedrafteten Tight Ends – in dieser Liste finden sich Namen wie Brock Bowers, Mark Andrews, Kyle Pitts, Isaiah Likely, Dallas Goedert und Harrison Bryant. Fast alle wurden zu Startern oder einflussreichen Backups.
Vier anonyme NFL-Scouts kamen über Bob McGinn zu Wort. Die Tonlage ist ähnlich:
„Er hat die Drills zertrümmert und ist verrückt schnell gelaufen. Er ist als Receiver besser [als ein Vergleichsprospect] – was Bewegungsabläufe und Hände betrifft. Er hat einfach den besseren Catch Radius und die besseren Hände. Beide werden dir nicht viel beim Blocken geben. Was bei Stowers ins Auge sticht, ist sein Fangspiel. Er hat verdammt lange Arme und ist groß. Er kann fangen. Selbst wenn ihn jemand deckt, kann er einfach schnell rausgehen und sich den Ball holen.”
„Er war 2024 super hungrig. Er hätte Alabama fast im Alleingang besiegt. Dieses Jahr hat er diesen Hunger erst spät in der Saison gezeigt. Sie haben aufgehört, ihn als Blocker zu nutzen, und ich glaube nicht, dass das seinem Spiel geholfen hat. Es gibt nicht viel, was er nicht kann. Er kann definitiv im Open Field blocken. Er hat gezeigt, dass er mehr als hart genug ist. Er hat wirklich gute Augen und Hände. Er kann nach dem Catch laufen. Ich denke, alle finden, er sei zu klein für Tight End, aber das sehe ich nicht so. Ich sehe einen Spieler, der in eine Rolle hineinwächst. Ich meine, er war Quarterback. Für mich ist er definitiv ein Top-50-Spieler. Eigentlich ein Top-25-Spieler.”
„Er ist faszinierend. Er ist eher ein als Tight End verkleideter Wide Receiver. Ich glaube, er wird es irgendwo schaffen. Er könnte zweite oder dritte Runde gehen, weil er gut getestet hat – aber er wird nicht viel als Blocker sein.”
„Wirklich, wirklich athletisch. Das ist sozusagen sein Markenzeichen. Er ist ein flüssiger Athlet, läuft gut, hat gute Receiving Skills. Eher schwacher Blocker. Er ist ein zum Tight End umgeschulter Quarterback, das sagt schon ein bisschen was über das Blocken aus. Ich hatte ihn auf dritte Runde, aber er könnte höher gehen.”
Die Schwächen sind offenkundig und in jedem Bericht dokumentiert: schmale, lineare Statur, marginale Play Strength als Run Blocker (nur 21 Prozent seiner Snaps in Vanderbilt waren in-line), Probleme im Zweikampf gegen größere Defender. Wie Duffy es ausdrückt: „Er wird seinen NFL-DEs zum Frühstück serviert, wenn man ihn in-line stellt.”
Wie ihn Vanderbilts Headcoach sieht – und was das für Philly heißt
Die wohl spannendste Einordnung kommt von Clark Lea, dem Headcoach Vanderbilts, der vor seinem Wechsel nach Nashville Defensive Coordinator in Notre Dame war – und dort einen gewissen Kyle Hamilton coachte und rekrutierte. In der Sendung „Unfiltered with Ricky Bo & Bill Colarulo” auf NBC Sports Philadelphia sagte Lea:
„Er ist ein echter Movement-H-Tight-End. Diese Position definiert für mich gerade neu, was Football wird. Diese athletischen Hybrid-Spieler auf Offense und Defense. Ich habe Kyle Hamilton gecoacht. Ich habe Kyle tatsächlich als ziemlich guten Referenzpunkt für Eli benutzt. Ich weiß, das ist die andere Seite des Balls. Aber mein Gedanke ist: Ich habe Kyle nach Notre Dame rekrutiert und gecoacht – und das ist ein Typ, der so geerdet und geordnet ist, der so viele Dinge auf hohem Niveau kann. Ist er ein Nickel? Ist er ein High Safety? Er ist beides. Er kann alles. Persönlich sind sie sich sehr ähnlich. Dasselbe sehe ich auf der Offense-Seite bei Eli.”
Hamilton ist seit seinem Erstrunden-Pick 2022 zweifacher All-Pro und dreifacher Pro Bowler bei den Ravens. Es ist nicht so, dass Lea seinen ehemaligen Spieler in Bezug auf Output mit Stowers gleichsetzt. Er beschreibt eine Charakter- und Veranlagungsähnlichkeit, eine Bereitschaft zur Vielseitigkeit. Lea weiter:
„Wenn man uns am Third Down im letzten Jahr beobachtet hat – eigentlich in den letzten beiden Jahren – wird daraus im Prinzip die Frage: ‚Wo ist Eli Stowers?‘ So haben wir offensiv funktioniert. Das ist die Art Spieler, die er ist.”
Lea geht auch konkret darauf ein, wie die Eagles Stowers einsetzen könnten:
„Ich glaube, er passt wirklich gut zu einem Inline-Tight-End. Was er den Eagles jetzt gibt, ist die Möglichkeit, in 12 Personnel zu sein und effektiv aus 12 Personnel zu laufen und alles zu machen, was man aus 12 macht – einschließlich Boot-Series-Spielzügen, in denen man ihn aus dem Kern heraus nach außen zieht und er zum Perimeter-Receiver wird. Aber mit Eli kann aus 12 ganz schnell 11 werden. Plötzlich hast du ihn in einem Matchup mit einem Nickel auf dem Perimeter oder in einer Situation, in der das Team in Base steht – und du hast ihn als Routerunner gegen einen Linebacker. Das werden wirklich vorteilhafte Positionen für die Eagles.”
Genau diese Flexibilität – das nahtlose Wechseln zwischen 12 Personnel (zwei Tight Ends) und 11 Personnel (ein Tight End, drei Receiver), ohne die Personalgruppe wechseln zu müssen – ist im modernen NFL-Football Gold wert. Die Eagles können mit Goedert als klassischem In-line-TE und Stowers als beweglicher H-Back die Defense in eine personelle Klemme zwingen: Stellt sie Base auf, hat Stowers ein Linebacker-Mismatch. Stellt sie Nickel auf, droht der Run.
Sirianni und sein neuer Offensive Coordinator Sean Mannion bekommen damit ein Werkzeug in die Hand, das vor allem im roten Zonenbereich und am Third Down Goldwert hat. Pass-Game-Coordinator Josh Grizzard hat die kreative Aufgabe, die richtige Verwendung von Stowers in das Konzept zu integrieren – auch im Zusammenspiel mit Run-Game-Coordinator und Tight-Ends-Coach Ryan Mahaffey, dessen Tight-End-Raum gerade noch eine Schippe spannender geworden ist.
Sirianni und Roseman: Das hier passt
Headcoach Nick Sirianni sagte nach der Auswahl:
„Der Typ ist superbegabt. Athletisch macht er Dinge, die niemand sonst macht. Allein die Möglichkeit, mit ihm Mismatches im Third Down sowie im First und Second Down zu erzeugen – er ist schwer zu decken. Er fängt alles, ist gut nach dem Catch, hat Speed und Quickness. Wir freuen uns wirklich, ihn zu haben.”
General Manager Howie Roseman ergänzte:
„Wenn man Jungs findet, die einzigartige Skill Sets haben – und wir vertrauen darauf, dass unsere Coaches und unser Staff Spieler entwickeln können, vor allem wenn sie einen hohen Football-IQ und einen starken Charakter haben und wir wissen, dass sie zäh sind. Das ist einfach aufregend.”
Roseman betonte zudem, wie wichtig es sei, sich auf das zu fokussieren, was ein Spieler kann – statt nur auf seine Defizite. Eine kleine, aber bemerkenswerte Spitze gegen die Blocking-Skeptiker.
Stowers selbst klang nach der Wahl bewegt:
„Es ist so ein Segen, Teil dieses Teams zu sein. So ein großartiges Programm mit so viel Geschichte und so einer Gewinnerkultur. Ich kann gar nicht erklären, wie dankbar ich dafür bin, dass sie mir eine Chance geben, mir etwas zutrauen und an mich glauben, um dem Team helfen zu können. Ich bin so aufgeregt.”
Vanderbilt-Receiver in Philly
Vor zwölf Jahren draftete Philadelphia übrigens in der zweiten Runde an 42. Stelle einen produktiven Pass-Catcher von den Vanderbilt Commodores – einen gewissen Jordan Matthews, der seinerseits zwei Jahre in Folge ins First Team All-SEC gewählt worden war. Matthews lieferte fünf Saisons solide Produktion mit über 3000 Receiving Yards ab, einschließlich des unvergesslichen Overtime-Touchdowns gegen die Cowboys – damals von Sam Bradford geworfen. Matthews trat zuletzt bei „97.5 The Fanatic” auf und sparte nicht mit Lob für Stowers’ Entwicklung und Konstanz im Auftreten. Wenn ein Vanderbilt-Pass-Catcher der Vorgänger sich zu einem Vanderbilt-Pass-Catcher als Nachfolger äußert, lohnt es, hinzuhören.
Stowers wird als Rookie nicht der Mann in der Tight-End-Gruppe sein müssen. Goedert hat seinen Vertrag verlängert und bleibt der primäre In-line-Tight-End. Dass Stowers ausgerechnet Goedert als einen der Spieler nannte, die er sich beim Übergang vom Quarterback zum Tight End angeschaut hat, ist eine angenehme Pointe. Er lernt jetzt direkt von ihm.
Aber genau das ist auch der Punkt: Bei einem Spieler, der erst seit drei Jahren auf der Position spielt, der akademisch und mental herausragend aufgestellt ist, der nach eigenen Aussagen härter gecoacht werden möchte als alle anderen, und der mit Combine-Werten ankommt, wie sie die Position noch nicht gesehen hat – bei einem solchen Spieler ist das Aufwärtspotenzial enorm. Wenn sich seine Blocking-Defizite mindestens neutralisieren lassen (Lea sagt, das werde geschehen, und Stowers selbst hat 2024 bereits größere Bereitschaft gezeigt), dann reden wir über einen mehrjährigen Eckpfeiler der Eagles-Offense.
Wenn nicht, dann hat Howie Roseman zumindest eine wirkungsvolle Mismatch-Waffe geholt, die in der Hand eines kreativen Play-Callers wie Sean Mannion am Third Down Spiele entscheiden kann.
Beide Szenarien wären für Pick 54 ein Gewinn. Und für die Eagles-Fans bleibt die Hoffnung, die Roseman selbst formuliert hat: dass dieser unique Skill Set – Quarterback-IQ, Receiver-Hände, Combine-Athletik, Hochsprung-Knöchel – in Philadelphia genau die Bühne findet, auf der er glänzen kann.
Willkommen in Philly, Eli.
